Während der Vollnarkose aufwachen

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Beitrag des Users die.7

Jeder hat davon schon mal gehört: Patienten wachen während Operationen auf weil die Narkose nicht oder nicht lange genug wirkt.

Ärzte sagen, dass dies sehr selten der Fall ist, aber nicht ausgeschlossen werden kann.

Studien besagen, dass es bei 1000 durchgeführten Narkosen bei etwa 2 Patienten der Fall ist, dass die Narkose nicht richtig berechnet wurde oder nicht wirkt, die Dunkelziffer bleibt allerdings unbekannt.

Verschiedene Faktoren können auf dieses Missgeschick Einfluss nehmen: die medizinische Geschichte des Patienten sowie deren Alter kann eine Rolle spielen. Es kann allerdings auch aufgrund von Stresssituationen in der Klinik vorkommen, dass die zuständigen Ärzte einen Fehler machen.

Unerwünschter Wachzustand bei OP

Besonders Kinder stehen unter einem 8-10 Mal so hohen Risiko, während einer Operation aufzuwachen. Auch Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder aber chronische Schmerzpatienten sind eher gefährdet.

Hier muss eine leichtere Narkose durchgeführt werden, um den Organismus nicht zu gefährden. Dies kann allerdings schnell dazu führen, dass die Narkose zu leicht ist.

Oft ist den Betroffenen nicht umgehend danach klar, was passiert ist. Viele merken so einen Vorfall erst einige Zeit später, wenn sie mit Angstzuständen, Albträumen, Schlaflosigkeit oder erhöhter Reizbarkeit zu kämpfen haben. In seltenen Fällen, kann es sogar zu Depressionen kommen.

Fehler im OP

Betroffene beschreiben den Narkoseverlust während einer Operation als schmerzlosen Wachzustand. Sie sind in der Lage, einzelne Gesprächsteile wiederzugeben, verspüren aber keine Schmerzen.

Diese Situationen können sie auch nicht immer zuordnen.

Besonders in den letzten Jahren ist die Anzahl dieser Art von Vorfällen gestiegen. Eine mögliche Ursache ist Ärztemangel und damit verbunden vermehrte Aushilfsärzte, die zwar qualifiziert und ausgebildet sind, jedoch aufgrund von Zeitmangel oft nicht richtig eingearbeitet werden können.

Verschiedene Mittel wirken zusammen

Ärzte müssen außerdem einkalkulieren, dass Medikamente bei jedem Menschen anders wirken können. Somit besteht auch bei korrekter Dosierung ein gewisses Restrisiko.

Mittel für den mentalen Bereich, also dem Bewusstsein, dem sensorischen Bereich, also der Schmerzempfindung und dem motorischen, also für die Entspannung der Muskeln, sowie dem reflektorischen Bereich, also dem Herz-Kreislauf System arbeiten hier zusammen.

Das Zusammenspiel dieser kann hier also fehlerhaft sein. Ein einzelnes Mittel kann nicht zum verfrühten Aufwachen des Patienten führen.

Alle Narkosemittel bieten den gleichen Schutz sowie das gleiche Risiko für Wachzustände.

Ein Hilfsmittel kann hierbei Benzodiazepinen sein, vollkommen ausschließen kann es das Risiko aber dennoch nicht.