Pflichtstunden beim Führerschein

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Beitrag des Users downtozero

Will man Auto fahren und einen Führerschein bekommen, muss man zunächst theoretischen Unterricht beweisen, dass man einen sicheren Umgang mit dem Verkehr auf dem Blatt Papier zumindest belegen kann.

Beim Neuerwerb eines Führerscheins muss man grundsätzlich 12 Doppelstunden je 90 Minuten absolvieren (Weniger Stunden werden es, wenn man bereits im Besitz einer Fahrerlaubnis ist).

Die zusätzlichen Pflichtstunden sind in den einzelnen Führerschein-Klassen unterschiedlich. Um den Führerschein der Klasse B (PKW) erwerben zu können, musst man insgesamt 14 Stunden Theorie nachweisen.

Der praktische Teil

Der praktische Teil der Ausbildung beginnt zunächst mit den Fahrten in der Stadt (“Grundausbildung”). Einparken, Umkehren oder Anfahren an einer Steigung sind Grundfahraufgaben und somit dann auch Teil der späteren Prüfung.

Die Anzahl der Übungsfahrten ist allerdings nicht festgelegt und kann vom Fahrlehrer frei bestimmt werden. Man benötigt einfach viel Praxis, um sicher mit dem Kraftfahrzeug umgehen zu können.

Vorkenntnisse werden natürlich berücksichtigt. Die praktische Ausbildung muss nicht zwingend mit Beginn bzw. Ende der Theoriekurse übereinstimmen, sondern kann auch variieren. Es kann auch früher schon mit dem praktischen Teil begonnen werden.

Die Sonderfahrten (“besondere Ausbildungsfahrten”) kommen nach Abschluss der Grundausbildung dran. Die Anzahl ist vom Gesetzgeber festgelegt:

Benötigt werden fünf Fahrstunden Überland, vier Fahrstunden Autobahn und drei Fahrstunden bei Dunkelheit.

Motorradführerschein: Pflichtfahrstunden (Klasse A)

Um einen Motorradführerschein sein eigen nennen zu dürfen, muss der Fahrschüler ebenfalls zwölf Pflichtstunden absolvieren. Auch hier teilen sich die Pflichtstunden auf in fünf Fahrstunden Überland, vier Fahrstunden Autobahn und drei Fahrstunden bei Dunkelheit.

Vorher muss der Fahrschüler sich jedoch erst einmal mit den bestimmten Eigenschaften des Motorrads vertraut machen. Die dafür notwenige Anzahl von Übungsstunden hängt sehr von den persönlichen Fähigkeiten und Vorkenntnissen des Fahrschülers ab und wird auch hier meist vom Fahrlehrer abgeschätzt.

Geübt wird das besonders Beschleunigen, Abbremsen und Ausweichen. Ebenso muss der Fahrschüler das Fahren in Schrittgeschwindigkeit, das Kreisfahren und die Gefahrenbremsung gut ausführen können.

Zudem werden das Slalomfahren und das Anfahren an einer Steigung geübt. Nur so kann das Motorrad sicher gefahren werden – was gewissenhaftes Handeln von Fahrlehrer- und Schüler voraussetzt.